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Das Dengue-Fieber wird von vier (!)verschiedenen Typen von spezifischen Viren verursacht ("Flavivirose"). Die Erkrankungen des Menschen haben in den letzten Jahren auf der Welt im Tropengürtel deutlich zugenommen, begünstigt dadurch, daß die Überträgermücken gern in sauberen, kleinen Wasseransammlungen brüten. Dem entspricht bei klimatischen Verhältnissen mit klaren jahreszeitlichen Temperaturschwankungen und Feuchtigkeitsschwankungen eine deutliche Zunahme der Erkrankungsfrequenz dann, wenn feuchte Hitze vorherrscht (z.B.: in und nach dem Monsun in Indien).

Die Infektion: Die Infektion erfolgt nur durch den Stich der Überträgermücke (Weibchen von aedes ägypti bzw. albopictus). Diese Moskitos, die nicht identisch mit der Malaria-Mücke sind, stechen vorwiegend tagsüber und am frühen Abend und sind sehr charakteristisch schwarz-weiß-gestreift: sog. "Tigermücke". Sie brüten auch in kleinsten Ansammlungen von sauberem Wasser, wie z.B. Töpfe und Dosen aller Art, kleinen Wasserbecken, Kokosnußschalen oder Astlöchern oder auch in Abzweigungen von Bananenstämmen o.ä., wenn dort Wasser steht. Bei dem Stich der Überträgermücke erfolgt die Übertragung der Krankheitserreger in den Menschen, die sich dort dann weiterentwickeln können und zu einem fieberhaften und unangenehmen, gelegentlich auch gefährlichen Krankheitsbild führen.

Das Krankheitsbild: Nach einem infektiösem Stich durch die Überträgermücke kann es nach zwei bis sieben Tagen (sog. "Inkubationszeit") zu ersten Krankheitserscheinungen kommen. Das Dengue-Fieber ist eine zunächst grippeähnliche Erkrankung mit hohem Fieber, bei der einzelne oder mehrere der folgenden Symptome vorherrschen: Kopf-, Glieder-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Juckreiz an Handflächen und Fußsohlen, Abgeschlagenheit, Schwindel, schweres Krankheitsgefühl. Ebenfalls auffällig, aber nicht immer vorhanden, sind ein relativ niedriger Pulsschlag und ein typischer Hautausschlag zu Krankheitsbeginn, der sich im Verlauf ändert. Charakteristisch für den Krankheitsverlauf ist eine zweimalige Fieberphase von zunächst relativ kurzer Dauer und subjektiv vollständiger Genesung, der häufig eine zweite Fieberphase für drei bis vier Tage folgt. Bei vielen Patienten wird eine nur sehr zögerliche Erholung und deutliche Stimmungsschwankungen für die Phase der Genesung ein Problem. Hat man einmal Dengue-Fieber durchgemacht, so ist man trotzdem i.d.R. nicht gegen eine neue Infektion geschützt. 

Als seltene Komplikation kann es zu Blutungen kommen: sog. Dengue-Hämorrhagisches Fieber, DHF, 

Leider nicht mehr so selten!!!

2500 Infizierte in El Salvador

Die Diagnose: Der erfahrene Arzt kann bei typischer Ausprägung im Endemiegebiet oft auch mit einfachen Mitteln ein Dengue-Fieber aus der Krankengeschichte und dem körperlichen Befund diagnostizieren. Komplizierte Antikörpertests können ab vierten Krankheitstag positiv werden.

Die Therapie: Die Behandlung des Dengue-Fieber ist rein symptomatisch, d.h. eine gegen die Erreger gerichtete Medikation gibt es nicht.

ð Gute Pflege (akut kranke Patienten benötigen laufende Hilfestellung, z.B. stützende Begleitung auf dem Weg zur Toilette)

ð Ausreichender Flüssigkeitsersatz !!! Patienten mit Fieber - noch dazu in den Tropen - müssen deutlich mehr trinken als sonst und als der Durst es verlangt. Trinkzettel! Eine Tasse/ein kleines Wasserglas = ca. 150 ml. Der betreuende Arzt gibt die zusätzliche Trinkmenge vor, die bei Fieber und fehlenden anderen Grunderkrankungen 3-4 l Flüssigkeit betragen kann.

ð Weitere Therapie: Durch den Arzt Schmerzmittel, evtl. Beruhigungsmittel, evtl. stationäre Aufnahme zur Versorgung. Wichtig:

Symptom für ein fortgeschrittenes Blutdengue (Sog. spontane Blutungen wie Nasenbluten, spontan eingetretene blaue Flecke, deutlich verstärkte Regelblutung, Zahnfleischbluten o.ä.)  müssen dem Arzt umgehend mitgeteilt werden! Manchmal tritt der Tod wenige Stunden nach Einsetzen der Blutungen ein.   

Quelle: Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes

 

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